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Krieg

Aus aktuellem Anlass… Dieses Video hatte ich vor ziemlich genau 8 Jahren hier schon im Programm. Hoffen wir mal, dass ich mich irre und die Diplomatie noch die Kurve kriegt.

Kinder in Ukraine, Krieg

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Bei den ganzen Konflikten in letzter Zeit, kann auch der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika etwas verwirrt sein…. X_X

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39 Kommentare

  • Rainer Zufall Daumen hoch 13 Daumen runter 32

    Keine Ahnung was so ein Thema hier verloren hat, aber zumindest der Witz mit der Diplomatie war gut.
    Weitere Truppen zur Provokation an die russische Grenzen zu verlegen ist alles andere als Diplomatie!

    • Mc Daumen hoch 13 Daumen runter 9

      Ach Du meinst die symbolischen 3000 Mann die in Polen stationiert werden? Gegenüber den 130.000 Mann die Russland aufgefahren hat?

      • BlueVee Daumen hoch 15 Daumen runter 22

        Nur das die 130.000 Mann in ihrem eigenen Land sind.
        Was man von dem amerikanischen Militäreinheiten nicht gerade behaupten kann.
        Würde man wenigstens hauptsächlich nur europäische Truppen entsenden würde das ein Zeichen sein.
        Aber es sind stets die Amerikaner an der Front.
        An vielen Fronten.
        Und wenn Amerika eine große Militärübung vor der Küste Nordkoreas macht, ist das okay.
        Wenn die Russen eine Militärübung im eigenen Land machen, steht der Einmarsch bevor.

        Dieser Logik kann ich einfach nicht folgen.
        Der Russe will die Amis nicht vor der Haustür haben. Der Ami würde die Raketen am liebsten schon an der Grenze zu Russland positionieren.
        Das den Russen das irgendwie.. nicht so zusagt.. sollte selbstverständlich sein.

        Aber wie schon beim Irakkrieg, wird auch dieses mal Amerika.. mit irgendeinem Grund kommen, der nicht wirklich stimmt, damit es losgehen kann.
        Und Europa wird wieder mitspielen und fleißig dazu klatschen..

        • einanderer Daumen hoch 14 Daumen runter 9

          Was ich nicht begreifen kann ist, dass einige Leute die Russen immer als die armen, harmlosen Opfer darstellen wollen. Wieso dürfen die Russen die Menschen in der Ukraine, Estland, Lettland, Litauen und Syrien terrorisieren und sind trotzdem die armen die niemandem etwas böses wollen? :-?

        • JeeperWL Daumen hoch 14 Daumen runter 10

          „Würde man wenigstens hauptsächlich nur europäische Truppen entsenden würde das ein Zeichen sein.
          Aber es sind stets die Amerikaner an der Front.“

          Ja, weil die Amis als EINZIGE überhaupt etwas gebacken bekommen. Europäische NATO-Staaten können nicht mal ein Bataillon Infanterie ausfallfrei verlegen.

        • JeeperWL Daumen hoch 36 Daumen runter 5

          „Und wenn Amerika eine große Militärübung vor der Küste Nordkoreas macht, ist das okay.“

          Ja, das ist okay, weil die USA ein VERBÜNDETER Südkoreas sind. Südkorea BITTET um diesen Beistand, das nur mal so am Rande.

          „Wenn die Russen eine Militärübung im eigenen Land machen, steht der Einmarsch bevor.“

          Wenn Russland, dass seit 2014 auf ukrainischem Territorium einen hybriden Krieg führt, 130.000 Mann an der Grenze zusammenzieht, welchen Schluss ziehst du daraus? Man zieht sich doch kein Kondom über, wenn man nicht ficken will!

          „Der Russe will die Amis nicht vor der Haustür haben. Der Ami würde die Raketen am liebsten schon an der Grenze zu Russland positionieren.“

          BULLSHIT! Welche Raketen sollten das denn sein? Die „Lance“ und die „Pershing“ gibt es nicht mehr und ATACMS ist nicht nuklearfähig, weil Raketenartillerie. In der NATO-Russland-Grundakte ist sogar der VERZICHT auf die Stationierung von Nuklearwaffen in Osteuropa enthalten. Deswegen ist Polen auch NICHT in die nukleare Teilhabe integriert. Und den INF-Vertrag haben die Russen selbst unterlaufen, indem sie die „Iskander“ eingeführt haben.

          Die „böse“ NATO hat sich zwar erweitert, gleichzeitig aber ihre Streitkräfte seit 1991 um 70 % ABGERÜSTET. Die „böse“ NATO ist Russland gegenüber gleichzeitig seit 1991 stets KOOPERATIV aufgetreten. Russland bekam 1997 Zugang zum NATO-Hauptquartier in Brüssel, richtete dort einen militärischen und und diplomatischen Stab ein und wird zu ALLEN sicherheitspolitischen Fragen mit einbezogen bzw. konsultiert. Die spätere NATO-Osterweiterung wurde entsprechend mit Russland im Vorfeld abgesprochen, um dessen Sicherheitsinteressen zu entsprechen.

          Die Ukraine ist seit dem 24. August 1991 ein SOUVERÄNER Staat und u. a. Mitglied der UN, des Europarates und der OSZE. Im Memorandum von Budapest verpflichteten sich die USA, Großbritannien und Russland in drei getrennten Erklärungen jeweils gegenüber Kasachstan, Belarus und der Ukraine die Souveränität und die bestehenden Grenzen der Länder zu achten. Im Gegenzug und als Mitglied der OSZE gab die Ukraine die auf ihrem Territorium verbliebenen ex-sowjetischen Nuklearwaffen sowie deren Trägermittel (11 Bomber sowie 575 Marschflugkörper) an Russland ab.

          Also: Wenn die Ukraine mit der EU zusammenarbeiten und der NATO betreten will, ist das die Sache der Ukraine, der EU und der NATO. Die Russische Föderation hat in dieser Sache – völkerrechtlich gesehen – GARNICHTS zu melden!

          Davon abgesehen: Russland verfügt selbst über 6.400 Nuklearwaffen, welche „Sicherheitsgarantien“ will Wolodja denn bitte noch haben? Was soll der „böse“ Westen ihm denn noch anbieten, außer ihm seine Nachbarstaaten zum Fraß vorzuwerfen?

          Die osteuropäischen Staaten haben DIE SCHNAUZE VOLL von Putin. Da muss man nur ein bisschen in die Vergangenheit schauen.

          Russland übernimmt jedoch selbst KEINERLEI Verantwortung für die Zeit zwischen 1945 und 1990. Denn Osteuropa schlitterte ab 1945 nur von einer Diktatur in die nächste.

          Als die Wehrmacht am 1. September 1939 Polen überfiel, stand die Rote Armee bereits Gewehr bei Fuß, um den sowjetischen Anteil an der Beute aus dem Hitler-Stalin-Pakt zu sichern. Mithin unter Bruch des polnisch-sowjetischen Nichtangriffspakts vom Juli 1932 griff die Rote Armee am 17. September in Ostpolen an. Im Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag vom 28. September 1939 teilten Deutschland und die Sowjetunion Polen unter sich auf. Das zu erwähnen ist in Russland heute übrigens STRAFBAR!

          Im Frühjahr 1940 besetzte die Rote Armee die drei baltischen Staaten. Teile der Bevölkerung wurden in Massendeportationen in das Innere der Sowjetunion und in Arbeitslager gebracht. Und nach der Wiedereroberung der drei Staaten durch die Sowjetarmee nahm Stalin an der Bevölkerung grausame Vergeltung.

          Von Verantwortung gegenüber dieser Vergangenheit will man in Moskwa bis heute nichts wissen. Man feiert zwar jährlich am 9. Mai den Sieg über Nazi-Deutschland, übernimmt aber keine Verantwortung dafür, dass man 1953 in der DDR, 1956 in Ungarn, 1968 in der Tschechoslowakei und 1991 in Litauen Demonstranten mit Panzern plattgewalzt, erschossen und niedergeknüppelt hat. Gleichzeitig ist man empört, weil die ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten und das Baltikum nach 45-50 Jahren sowjetischer Besatzung geschlossen der NATO beigetreten sind.

          Oder für dich einfach ausgdrückt: Der „Grpße Bruder“ hat die kleinen Geschwister regelmäßig grün und blau geschlagen und heute ist er angepisst, weil er nicht mehr zur Familienfeier eingeladen wird.

          IST. DAS. JETZT. KLAR?!

          Ich weiß, Putin-Fans HASSEN solche Fakten – oder ignorieren sie einfach.

        • Waylon Daumen hoch 9 Daumen runter 16

          Dann sieh dir mal die Entwicklung der NATO seit 1990 an, da würde ich, wenn ich Russe wäre, auch Angst bekommen. Kriegstreiber waren und sind nur die USA, oder wem fällt ein Krieg ein, den Russland begonnen hat… OK die Deutschen sind dämlich genug, für die USA den kleinen Terrier zu spielen…

        • Mops Daumen hoch 13 Daumen runter 4

          „oder wem fällt ein Krieg ein, den Russland begonnen hat“
          Ähm … die Annexion der Krim ist noch keine zehn Jahre her und schon vergessen? :-??

        • ulki Daumen hoch 12 Daumen runter 4

          „oder wem fällt ein Krieg ein, den Russland begonnen hat“

          die Russen haben Afghanistan zwischen 1979 und 1989 besetzt und es gab ca. 1Mio. Tote

        • Mc Daumen hoch 13 Daumen runter 2

          Am 1. Oktober 1999 – Tschetschenienkrieg

          Aber hier die ganze Liste:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Milit%C3%A4roperationen_Russlands_und_der_Sowjetunion

        • Rainer Zufall Daumen hoch 6 Daumen runter 9

          @einanderer:
          Keiner sagt das die Russen die „armen Opfer“ sind, aber in diesem Fall geht die Aggression von den USA bzw. der NATO aus! In der letzten Woche hat ein US-Sender ja schon versehntlich den vorgefertigten Clip mit der russischen Invasion der Ukraine im Tv gezeigt. Russland will nicht das weiter NATO-Truppen um ihre Grenzen stationiert werden weil es sich bedroht fühlt und als „Deeskalation“ schickt man weitere Truppen? Man weiß genau welche Gewässer Russland als seine Gewässer ansieht, trotzdem schippern die Briten gern mal da rein und bezeichnen dann Russland als Aggressor wenn Kampfjets feindliche Kriegsschiffe vom Kurs abbringen?

          Ich lebe selbst im Ausland und weiß sehr gut wie die Realität in meinem Land aussieht und wie es von (westlichen) Medien dann gern mal dargestellt wird. Die Berichterstattungen sind teils absolut gegensätzlich.
          Wenn Putin in die Ukraine einmarschieren wollte, dann würde er nicht auf das Ok der Amis warten. Zumal er die Ukraine als Teil Russlands sieht und somit gar kein Interesse hat das Land zu zerstören.

        • einanderer Daumen hoch 10 Daumen runter 3

          @Rainer Zufall: Eigentlich müsste ich nach den sehr guten Ausführungen von JeeperWL oben ja nichts mehr dazu sagen. Trotzdem:

          „..aber in diesem Fall geht die Aggression von den USA bzw. der NATO aus!“

          Inwiefern ist die Nato hier aggressiv? Die Nato reagiert ja nur mit einigen wenigen Truppen auf die 130’000 russischen Truppen an den Grenzen zu einem Land, in dem sie bereits Separatisten unterstützen und dem sie bereits die Krim weggenommen haben.

          „In der letzten Woche hat ein US-Sender..“

          Keine Ahnung zu diesem US-Clip konnte ich im Netz nichts finden. Quelle gerne hier angeben. Hingegen gibt es ja schon zahlreiche Meldungen, dass ein russischer Clip gedreht wird, der einen vermeintlichen Angriff der Ukraine auf russische Dörfer zeigt mit vielen toten Russen.

          „Russland will nicht das weiter NATO-Truppen um ihre Grenzen stationiert werden weil es sich bedroht fühlt und als „Deeskalation“ schickt man weitere Truppen?“

          Das sich die Ukraine, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Finnland und ja sogar das neutrale Schweden von Russland bedroht fühlen, spielt wohl keine Rolle?
          Niemand hat gesagt, dass der Westen jetzt noch deeskalieren will. Russland hat immer weiter eskaliert und wäre nun mit der Deeskalation durch Truppenabzug an der Reihe und bestimmt nicht der Westen. Der Westen kann jetzt nur noch über Gespräche deeskalieren. Jetzt noch Truppen im Westen abzuziehen wäre das ganz falsche Zeichen da Putin offensichtlich nur Stärke versteht und sich ansonsten nimmt was er will.

          „Man weiß genau welche Gewässer Russland..“

          Und all die russischen U-Boote die man ständig in den Hoheitsgewässern von Schweden, Norwegen, den Britischen Inseln, Island und sonst wo findet, sind hier wohl wieder egal.

          Das sind genau so Dinge bei denen Russland eben als „armes Opfer“ dargestellt wird. Wenn zwei das Gleiche tun sind beide Schuld und nicht einer das arme Opfer!

          „…und somit gar kein Interesse hat das Land zu zerstören.“

          Und als was bezeichnest Du dann was gerade im Osten der Ukraine abläuft? Das sieht dort schon ziemlich zerstört aus! Oder gehörst Du zu denen die behaupten, dass Russland damit gar nichts am Hut hat?

          „Ich lebe selbst im Ausland und weiß sehr gut wie die Realität in meinem Land aussieht“

          Damit mir das etwas sagen könnte, müsste ich zuerst wissen, wo Du nun lebst und welches „Dein Land“ ist.

        • Rainer Zufall Daumen hoch 5 Daumen runter 7

          @aneinander:
          Die „sehr guten Ausführungen“ sind für mich eher reines Russland-Bashing.
          Das ganze ist für mich ein kleiner Wirtschaftkrieg, initiert von den USA, bei dem es lediglich um Nordstream2 geht und damit um (ihr) Geld.

        • einanderer Daumen hoch 4 Daumen runter 3

          @Rainer Zufall: Na ja Deine Ausführen klingen für mich hingegen wie reine Pro Russland Propaganda.

          Bezüglich Nordstream 2 war ich anfangs auch der Meinung, dass die USA sich da raushalten sollte. Aber über die Zeit und insbesondere in der momentanen Situation scheint es immer klüger zu werden das Projekt abzublasen. Russland hat über die Jahre immer wieder gezeigt, dass es andere Länder gerne mit dem Abdrehen des Gashahns erpresst.

          Wenn die Deutschen das Projekt also irgendwann doch noch aufgeben ist wohl Russland mehr dran schuld als die USA.

        • Klaus Daumen hoch 3 Daumen runter 0

          Zitat: Nur das die 130.000 Mann in ihrem eigenen Land sind.

          Stimmt nicht!

    • JeeperWL Daumen hoch 15 Daumen runter 4

      „Die „sehr guten Ausführungen“ sind für mich eher reines Russland-Bashing.“

      Nein, lieber Rainer, das sind alles BELEGBARE FAKTEN, die du binnen 10 Minuten in JEDEM Geschichtsbuch und in JEDEM Vertrag, der jemals zwischen der NATO und Russland geschlossen wurde, nachlesen kannst. Wohlgemerkt in Verträgen, die zuerst von Russland unterlaufen (INF), aufgekündigt (KSE-Vertrag) oder schlicht gebrochen (KSZE-Schlussakte) worden sind.

      Es geht in Osteuropa nicht um Eskalation oder Aggression. Es geht um souveräne Staatlichkeit in unumstrittenen Grenzen, den Kern des friedlichen Europas. Es geht darum, verbündete und souveräne Staaten zu schützen. Wenn staatliche Grenzen nichts mehr wert sind, kann es sehr weit zurück in die Vergangenheit gehen. Und für einen Kontinent, der die letzten 500 Jahre Kriege um Grenzen geführt, sollte eigentlich klar sein, was hier gerade passiert.

      Ich beschäftige mich seit etwa 15 Jahren mit Sicherheitspolitik, Streitkräften und deren Strukturen, und rotzfrech wie ich bin, behaupte ich jetzt einfach mal, dass ich weiß wovon ich rede.

      Putin ist ein KGBler alter Schule: Manipulation, Desinformation und Unterdrückung waren sein Job! Der KGB war nicht einfach nur ein Nachrichtendienst, er war der Kern des sowjetischen Repressionsapparates. Dieser verfolgte jegliches Freidenkertum in der Sowjetunion, darunter auch das russisch-nationale, sowie alle Kirchen, darunter auch die russisch-orthodoxe. Etliche der heutigen Mächtigen Russlands bekämpften noch vor 32 Jahren hauptberuflich eben jene russischen nationalen Werte, Traditionen und Institutionen, zu deren kompromisslosen Verteidigern sie sich heute aufschwingen.

      Ist das echt so schwer zu begreifen?

      Schauen wir uns mal die bittere Realität an: Putins Russland ist das größte Land der Erde, voll mit Rohstoffen, erwirtschaftet aber mit 146 Millionen Menschen weniger als Italien. Ist das peinlich oder ist das peinlich?

      Etwa bis 2010 schien Russland auf dem langsamen Weg in Richtung eines echten „Global Players“. Eine kleine Mittelschicht wuchs heran. Das war das zarte Versprechen eines anderen Russlands, in dem eines Tages der Mensch und nicht der Machthaber das vorherrschende Maß sein könnte. All das hat Putin umgetreten, weil es innere Reformen erforderlich gemacht hätte. Ein gemeinsamer Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok, von Murmansk bis Athen, der ALLEN Beteiligten zugute gekommen wäre, scheiterte an der ReformUNwilligkeit einer ehemaligen KGB-Schranze. Statt das Land für die Zukunft zu öffnen, wurde es von Putin isoliert.

      Putin warf innen- und außen­po­li­tisch das Ruder her­um­: Von der Annä­he­rung an den Westen zur Politik der Kon­fron­ta­tion, von der Aner­ken­nung der Sou­ve­rä­ni­tät der Nachbarn zur Wiederherstellung alter Grenzen mittels militärischer Gewalt.

      Die euro-atlan­ti­sche Inte­gra­tion Russ­lands wird inzwi­schen als Gefahr für das herr­schende Regime gesehen und der auto­ri­tä­ren Restau­ra­tion nach innen ent­spricht die Rück­kehr zur mili­tä­ri­schen Groß­macht­po­li­tik nach außen. Putin und seine Handlanger haben ALLE Gelegenheiten VERMASSELT, aus Russland einen echten „Global Player“ zu machen.
      Russland hat eigentlich alles, was es braucht, um das zu schaffen. Es hat gut ausgebildete Menschen, natürliche Ressourcen und Zugang zu Märkten. Nur hat noch niemand den Russen klargemacht, welchen Wohlstand sie eigentlich genießen müssten. Den Russen geht es mittlerweile wieder schlechter als noch vor 10 Jahren. Das gilt für die öffentliche Sicherheit, die Justiz, die Gesundheit und die Sicherheit des Eigentums.

      Dass Putin und seine Handlanger ihre eigene Verantwortung nicht annehmen und stets den „bösen“ Westen als Sündenbock für alle von ihnen selbst verursachten Probleme vorschieben – DAS ist das Problem in Russland.

      Ein DRITTEL der russischen Wirtschaftskraft wird durch blanke STAATSkorruption, die von Putins Kumpels munter gefördert wird, aufgefressen. Putins System braucht zufriedene Regierungshörige und Militärs im Apparat dringender als ein geregeltes Staatseinkommen. Deswegen hat Putin auch große Minderwertigkeitskomplexe und stützt sich auf das, was er kann, was er kann: Öl, Rüstungsgüter und Drohungen gegen Nachbarländer.

      Aber irgendwann werden sich die Russen außerhalb der großen Städte fragen, warum sie im 21. Jahrhundert immer noch ins Plumpsklo kacken müssen.

      Hält man sich dann noch vor Augen, dass die rapide alternde russische Bevölkerung bis 2050 um etwa zehn Prozent schrumpfen dürfte, tickt hier eine budget- und sozialpolitische Zeitbombe. Und mit Investoren oder gar Einwanderung gegensteuern kann Putin nicht. Denn: Nach Russland will NIEMAND. Es gibt Länder, aus denen die Leute abhauen und Länder, die sich deswegen vor Migranten schützen müssen (USA, Canada, UK, Deutschland, Frankreich usw.). Russland ist vor Migration jedoch genauso geschützt wie China, Venezuela und Cuba, einfach weil die Lebensverhältnisse NICHT anziehend sind. Kein Flüchtling oder Einwanderer träumt von einer Datscha mit Außenklo und einem gebrauchten Lada in der Einfahrt, außer ein paar Ostalgikern vielleicht, aber selbst die bleiben lieber in Deutschland und Hartzen sich durch.

      Alle ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten, die sich 1991 von Russland lösen konnten und sich dank EU reformiert haben, stehen heute wirtschaftlich besser da als Russland selbst und sind damit Putins größte Sorge, denn sie zeigen, wie weit des mit seinem Russland in Wirklichkeit her ist.

      Deswegen muss er angrenzende Länder wie die Ukraine mit Waffengewalt im eigenen Einflussbereich halten, um ein Exempel gegenüber den anderen ehemaligen Sowjet-Republiken zu statuieren: „Schaut mal was passiert, wenn ihr euch dem Westen zuwendet! Entweder ihr spurt – oder die Panzer rollen!“

      So, und jetzt hältst du dir mal folgende Tatsache vor Augen: Selbst mit den härtesten Sowjet-Betonköpfen (Khrushtshow, Breshnew, Andropow) KONNTE man noch REDEN, so mies diese Typen auch waren. Putin dagegen lässt sich von Diplomatie NICHT mehr beeindrucken. Und die EU nimmt er ohnehin nicht für voll, wie denn auch? Die EU-Länder sparen ihr Militär tot, weils wichtiger ist, jeden Bildungsversager mitzuschleifen, die Leute per Steuergeldern auf Elektroautos zu zwingen, den Verkehr und die Energie zu wenden und jedes Naturschutzgebiet mit Windrändern vollzupflastern … Im Kreml müssen sie sich vor Lachen kringeln.

      It’s the Haltung, stupid! Wer einmal zurückweicht, wird es wieder tun – darauf setzt zumindest Putin als Aggressor. Diese Wischi-Waschi-Appeasement-Politik, die Deutschland aktuell betreibt, hat schon 1938 nicht funktioniert: Hitler nahm sich einfach, was er wollte – das Sudetenland – und ein Jahr später überfiel er Polen.

      Wir tappen gerade in die selbe Falle wie Chamberlain und wollen es nicht wahrhaben: Putin nimmt sich was er will – die Ukraine – was kommt als nächstes? Das Baltikum?

      Wie wäre es denn, wenn wir den Spieß einfach mal umdrehen? Warum nicht einfach mal ein bisschen mehr Kalten Krieg wagen und Putin vor vollendete Tatsachen stellen? Die Gute alte Abschreckungs-Politik funktioniert nämlich seit 1945 ganz prima. Es ist also höchste Zeit, wieder darauf zu setzen. Putin betreibt aktuell „Rüpel-Politik“, dann rüpeln wir halt mal zurück.

      Das könnte so aussehen: Washington, London, Paris, Brüssel und Berlin setzen den Takt mit ALLER wirtschaftlichen Soft- und diplomatischen Hardpower, was international nur recht und billig ist, und zwar in VIER einfachen Schritten.

      SCHRITT 1: Man bietet Putin einen Deal an: Er kann die Krim behalten – die ist eh futsch – dafür ​Rückzug der russischen Streitkräfte von der ukrainischen Grenze und Abzug der pro-russischen Separatisten aus dem Donbas binnen eines Monats – oder „Nord Stream 2“ wird endgültig aus dem Geschäft genommen.

      SCHRITT 2: Wenn dieses fürsorgliche Angebot nicht fruchtet, fliegt Russland nach einem weiteren Monat aus dem internationalen Zahlungssystem Swift. Dann können die Kreml-Oligarchen die Schweizer Fränkli Taschengeld für ihre Söhne und Töchter im Keller selbst drucken.

      SCHRITT 3: Hilft auch nix? Dann werden eben die guten alten REFORGER-Manöver neu aufgelegt. Man könnte sie REFORBALT oder REFORPOL nennen. Ich rede hier aber nicht von einem Armored Brigade Combat Team, sondern von einem kompletten US Corps. Die Balten und Polen freuen sich bestimmt darüber.

      SCHRITT 4: Wenn Putin dann immer noch rüpelt, wird die NATO-Russland-Grundakte rotzfrech AUFGEKÜNDIGT. Polen, Rumänien, Bulgarien und die Slowakei werden eiskalt in die Nukleare Teilhabe integriert. Polen fliegt bereits die F-16C/D Block 50/52 und hat die F-35A bestellt, Rumänien hat gebrauchte F-16AM übernommen, Bulgarien und die Slowakei haben F-16V Block 70 bestellt. Die Trägermittel wären also kein Problem, den alle F-16-Varianten sind für die B61-Bombe zertifiziert. Geil oder?

      Was will Putin dann machen? Der NATO offen den Krieg erklären? Das glaubst du doch wohl selbst nicht!

      Und dann muss man sich mal folgendes ganz genüsslich auf der Zunge zergehen lassen: In einer freien westlichen Gesellschaft finden sich massenhaft Kommentatoren, die die Verbrechen eines zynischen, aggressiven und skrupellosen Autokraten verteidigen.

      Selbst bei einem eindeutigen Überfall Russlands auf die Ukraine wird sich in Deutschland immer jemand finden, der ernsthaft erklärt: Es fing damit an, dass die Ukraine sich verteidigt hat. Die ukrainische Armee hätte die Russen doch einfach durchmarschieren lassen und kapitulieren können! Und überhaupt sollen die Ukrainer sich mal nicht so anstellen und gefälligst „heim in die Rodina“ gehen, damit wir endlich „Nord Stream 2“ in Betrieb nehmen können. *Rülps!*

      Es ist die klassische Täter-Opfer-Umkehr, darin sind die Deutschen ohnehin Weltmeister: Das Opfer ist also nicht etwa die vergewaltigte Frau, sondern der Vergewaltiger, der sich wegen ihres kurzen Rocks nicht beherrschen konnte.

      Dazu muss man wissen: Die Mitgliederschaft des deutschen Putin-Fanclubs rekrutiert sich tatsächlich QUER aus dem politischen Spektrum. Es sind neurechte Bürger bzw. Spießer („Ich bin kein Nazi, aber … „) sowie auch in Regression begriffene Linke („In der DDR war nicht alles schlecht!“) hierunter zu finden.

      Ohne Übertreibung kann die politische Figur Putin als eine der wichtigsten ideologischen Brutstätten der neuen deutschen Querfront bezeichnet werden. Das liegt vor allem daran, dass der arme Wolodja als ideologische Projektionsfläche deutscher Querschläger aller Art fungiert (Sehnsucht nach dem „Starken Mann“).

      Als Putin an die Macht kam und die Trümmerlandschaft Jeltsins beerbte, in die sich die junge Russische Föderation Ende der 90er Jahre verwandelte, sah er sich mit einer ungeheuren ideologischen Aufgabe konfrontiert. Die aus der Konkursmasse der Sowjetunion hervorgegangene Russische Föderation hatte noch keine nationale Identität herausgebildet. Das neu entstandene Russland stellte nach 70 Jahren Sowjetunion gewissermaßen ein traditionsloses Gebilde dar.

      Der Kreml ging somit daran, eine russische Identität und eine entsprechende Tradition neu zu erfinden. Dabei war man in Moskwa nicht allzu wählerisch: Als Symbole, die die Größe Russlands versinnbildlichen sollen, wurden russische Zaren wie Iwan Groznij und Petr Welikij ebenso herangezogen wie Wladimir Lenin und Iosef Stalin. Dieser „ideologische Gebrauchtwarenladen“, aus dem der Kreml nach dem Untergang der Sowjetunion eine neue russische Identität bastelte, hat somit für jeden Irren – vom Altstalinisten bis zum Jungnazi – etwas zu bieten.

      Die Vermischung alter sowjetischer Ästhetik mit stockkonservativer Politik in Russland macht diese breite, spektrumsübergreifende Identifikation mit Putin hierzulande erst möglich. Putin ist für viele der große „Rächer“, der jetzt mal „so richtig aufräumt“.

      Unwillkürlich fragt man sich dann, wo diese Leute eigentlich leben. Und wo sie Bayern, Hessen, Sachsen (jaaa, ich weiß …) oder Thüringen kulturell sehen. Im Westen offensichtlich nicht. Und das ist die eigentliche Tragödie: 77 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs und 32 Jahre nach dem Fall der Mauer sind nicht wenige Menschen in Deutschland mental noch immer nicht im Westen angekommen.

      Und ich frage mich immer, was diese antiwestlichen Schreihälse eigentlich noch hier im Westen wollen. Dann sollen sie bitte nach Russland auswandern, wo der „Starke Mann“ regiert, wo Frauen verprügeln keine Straftat (nur eine Ordnungswidrigkeit) ist, wo die verweichlichten Schwuchteln und Tunten von der OMON weggeknüppelt werden und wo es keine Ausländer gibt …

      Also los, liebe Putin-Fans! Vorwärts in die Welt von gestern! Aber bitte mit nacktem Oberkörper auf einem Pferd reitend. Säääxy!

    • Mike Daumen hoch 1 Daumen runter 2

      Damit ist eigentlich sogut wie alles gesagt!

      • einanderer Daumen hoch 0 Daumen runter 0

        Einige gute Punkte hat die Frau ja schon. Aber erstens hat sie ihre Titelfrage „Will Putin Krieg“ nicht beantwortet (war wohl nur Klickbait) und zweitens ist ihr Vortrag leider schon extrem einseitig und stellt Russland wieder einmal mehr als das völlig unschuldige und betrogene Opfer dar. Solch einseitigen Darstellungen sind leider nicht wirklich erst zu nehmen. Auch hier ist es das alte Spiel: Zum Streiten braucht es immer 2.

      • Workaholic Daumen hoch 1 Daumen runter 0

        Wagenknecht gesteht Irrtum zu russischer Invasion ein (24.02.2022)

        https://www.spiegel.de/politik/deutschland/krieg-in-der-ukraine-sahra-wagenknecht-gesteht-irrtum-bei-russland-ein-a-99852df3-f581-47be-ba0e-ab972a0d581a

        @admin: Ich weiß nicht, ob hier ein Verstoß wegen Copyright vorliegt. Wenn ja, einfach löschen.

  • Netter Jonge Daumen hoch 11 Daumen runter 2

    Es ist echt lächerlich, wie sich dieses internationale Kasperletheater immer weiter hochschaukelt. Als ob die Menschen nicht genügend andere Probleme hätten. Aber die werden in dieser Hinsicht von ihren Volksvertretern nur eines: vors Schienbein getreten.

    Krieg ist und war nie eine Lösung. Jeder, der das anders sieht, muss sich selbst an die Front stellen. „Die Führungspositionen bitte nach ganz vorne, und lassen sie ihre Schutzkleidung und Waffen hier, das wäre nur Verschwendung, danke.“ Nach all den Kriegen werden immer noch genauso dumme Entscheidungen getroffen und Lügenpropaganda fürs eigene Wohl und eigene wirtschaftliche Zwecke herausposaunt, und viele Menschen sind leider so verblendet und glauben nur noch in eine Richtung durch den Tunnel hindurch.

    Stell dir vor, es ist Krieg, und niemand geht hin.

    • BlueVee Daumen hoch 3 Daumen runter 8

      Stell dir vor es ist Krieg und niemand geht hin..

      Das ist das nächste Problem. Wir sind technologisiert genug, damit man nicht mehr hingehen muss. Bomben und Raketen können von weit weg ans Ziel gebracht werden.
      Herummarschierende Armeen sind nur noch ein leichtes Ziel heute.

      Der Krieg wird von ein paar wenigen Deppen in Gang gesetzt.
      Die EU selbst.. wird leider mitspielen, weil sie den Amis unterstellt sind.
      Anders kann man sich das nicht mehr erklären.
      Keiner will den Krieg. Aber dennoch provoziert man den Russen wo es geht.

    • Brunce Daumen hoch 2 Daumen runter 3

      „Die Führungspositionen bitte nach ganz vorne, und lassen sie ihre Schutzkleidung und Waffen hier, das wäre nur Verschwendung, danke.“

      Bei so viel Aggression in einem Posting bin ich jedenfalls froh, dass Du nicht an den entscheidenden Hebeln sitzt.
      Die derzeitigen Entscheidungsträger machen auf mich einen sehr viel besonneneren Eindruck. ;)

  • Don Q. Daumen hoch 1 Daumen runter 1

    „…in den sportlichen Wettkämpfen die beiden Könige nicht gegeneinander antreten zu lassen, doch Heinrich forderte Franz schließlich zum Ringen heraus, was er zu seinem Ärger verlor.“ (Wikipedia)
    Heinrich VIII von England gegen Franz I. von Frankreich, 1520, Camp du Drap d’Or

  • Baumkillerwolle Daumen hoch 2 Daumen runter 2

    X_X Was um Gottes Willen soll dieser Irsinn bezwecken ,am Ende Bezahlen wir alle dafür ,egal ob man gewonnen oder verloren hat!
    X_X Und einer wird verlieren nähmlich sein Leben! X_X
    Ob das Präsi Biden oder Präsi Putin ist ,die sind in ihren Bunker immer Sicher nur wir in der Mitte müssen das ganze Ausbaden !
    Die Nato hatte ihre eigenen Grenzen und der Warschauer Pakt seine ,und alle waren glücklich.
    :-?? :-?? :-?? :-?? :-?? :-??
    Mit Wettkampf hat das nichtst mehr zu tun ,das ist harte Realität !

  • JeeperWL Daumen hoch 22 Daumen runter 2

    Da kann ich ja mal mit ein paar Mythen aufräumen …

    MYTHOS 1: Die NATO hätte 1990 zugesichert/versprochen/vertraglich festgelegt, ihren Einflussbereich nicht nach Osten auszudehnen.

    REALITÄT: Tatsächlich ist diese Behauptung eher als historisches Missverständnis einzuordnen. Am 10. Februar 1990 sagte der deutsche Außenminister Genscher zum sowjetischen Außenminister Shewardnadse, dass die NATO sich nicht nach Osten ausbreiten werde. Das war aber nur insofern logisch, weil der Warschauer Pakt zu diesem Zeitpunkt noch existierte (bis zum 1. Juli 1991). Im Juni 1990 wurde die Dekla­ra­tion von London durch alle 22 dama­li­gen NATO und Warschauer-Pakt-Staaten unter­zeich­net. Darin wurde das Recht JEDES Staates betont, SELBST wählen zu dürfen, ob er Teil eines Bünd­nis­ses sein will. Das war die Basis für die Charta von Paris, die im Novem­ber 1990 im Rahmen der KSZE beschlos­sen wurde – auch von der UdSSR. Darin wurde ALLEN Unter­zeich­ner­staa­ten VOLLE Sou­ve­ränität und FREIE Bündniswahl zugesichert.

    MYTHOS 2: Durch ihre gemeinsame Geschichte und ethnisch-kulturelle Verbundenheit ist die Ukraine ein natürliches Einflussgebiet Russlands und verfügt daher nur über eingeschränkte Souveränität.

    REALITÄT: Die Ukraine ist seit dem 24. August 1991 ein SOUVERÄNER Staat und u. a. Mitglied der UN, des Europarates und der OSZE. Im Memorandum von Budapest verpflichteten sich die USA, Großbritannien und Russland in drei getrennten Erklärungen jeweils gegenüber Kasachstan, Belarus und der Ukraine die Souveränität und die bestehenden Grenzen der Länder zu achten. Im Gegenzug und als Mitglied der OSZE gab die Ukraine die auf ihrem Territorium verbliebenen ex-sowjetischen Nuklearwaffen sowie deren Trägermittel (11 Bomber sowie 575 Marschflugkörper) an Russland ab. Also: Wenn die Ukraine mit der EU zusammenarbeiten und der NATO betreten will, ist das die Sache der Ukraine, der EU und der NATO. Die Russische Föderation hat in dieser Sache – völkerrechtlich gesehen – ÜBERHAUPT KEIN Recht, die Ukraine daran zu hindern!

    MYTHOS 3: Die NATO beeinträchtigt russische Sicherheitsinteressen.

    REALITÄT: Als klares Zeichen der Einbindung Moskwas in sicherheitspolitische Strukturen bekam Russland 1997 Zugang zum NATO-Hauptquartier in Brüssel, richtete dort einen militärischen und und diplomatischen Stab ein und wird zu ALLEN sicherheitspolitischen Fragen mit einbezogen bzw. konsultiert. Die spätere NATO-Osterweiterung wurde entsprechend mit Russland im Vorfeld abgesprochen, um dessen Sicherheitsinteressen zu entsprechen. In der NATO-Russland-Grundakte ist diesbezüglich der VERZICHT auf die Stationierung von Nuklearwaffen in Osteuropa enthalten. Deswegen ist Polen auch NICHT in die nukleare Teilhabe integriert. Der „böse“ Westen trug sogar entscheidend zum Erhalt des russischen Großmachtstatus bei, indem er ehemalige Sowjetrepubliken wie Belarus, die Ukraine und Kasachstan zur Abgabe ihrer Nuklearwaffen an Moskwa drängte.

    MYTHOS 4: Die NATO wollte die Ukraine als Mitglied aufnehmen, um sich die Krim mit dem russischen Flottenstützpunkt Sewastopol zu sichern.

    REALITÄT: Die russische Schwarzmeerflotte ist seit ihrer Gründung 1783 auf der Halbinsel Krim stationiert. Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Dezember 1991 und der daraus resultierenden Unabhängigkeit der Ukraine befand sich die Schwarzmeerflotte der nun russischen Marine größtenteils auf dem Territorium der Ukraine. Schließlich teilten die Russische Föderation und die Ukraine die Flotte auf und schlossen 1997 einen Pachtvertrag zur Fortführung des Aufenthalts russischer Streitkräfte auf der Krim. 2010 wurde der ursprüngliche Pachtvertrag, der 2017 abgelaufen wäre, bis 2042 verlängert. Im Jahr 2008 wurde der NATO-Beitritt der Ukraine vor allem auf Druck der deutschen Bundesregierung auf unbestimmte Zeit verschoben, um das „Duo“ Medwedew/Putin gnädig zu stimmen. Wenn man eine Karte betrachtet, wird man feststellen, dass Sewastopol im Falle einer NATO-Mitgliedschaft der Ukraine wie auf dem Präsentierteller liegen würde, nämlich im unmittelbaren Wirkungsbereich der russischen Streitkräfte. Niemand in Brüssel oder im Pentagon käme auf die Idee, auf dieser Halbinsel Kriegsschiffe zu stationieren. Zudem kontrolliert die Türkei mit dem Bosporus die einzige Durchfahrt vom Mittelmeer ins Schwarze Meer: Gemäß dem Vertrag von Montreux dürfen Kriegsschiffe mit mehr als 10.000 Tonnen Verdrängung, U-Boote von Staaten, die nicht zu den Anrainern des Schwarzen Meeres gehören, sowie Flugzeugträger generell die Meerenge nicht passieren. Das heißt: Die Russen verdanken es dem NATO-Mitglied Türkei, dass der militärische Schiffsverkehr im Schwarzen Meer zu ihren Gunsten dermaßen eingeschränkt ist.

    MYTHOS 4: Die NATO rüstet die Ukraine „massiv“ auf.

    REALITÄT: Da möchte man erst einmal fragen, von welchem Geld die Ukraine eine derartige „Aufrüstung“ bezahlen wollte, denn auch NATO-Staaten verschenken nichts. 99 % der Ausrüstung der ukrainischen Streitkräfte stammt nach wie vor aus alten sowjetischen Beständen. Ein kleiner Teil davon wurde zwar von ukrainischen Firmen modernisiert, dennoch ist das meiste Gerät deutlich über 30 Jahre alt (T-80, T-72, T-64, BRT-80, BMP-2, Su-27, Su-24, Su-25, MiG-29 usw.). Neues Gerät aus eigener Fertigung wird nur sehr langsam zugeführt. Am Ende bleibt die nüchterne Feststellung: Die Ukraine kann sich moderne, westliche Militärtechnik kaum leisten. Die „Aufrüstung“ durch die NATO beschränkt sich in der Tat, auf die Überlassung von drei gebrauchten Patrouillenboote der US Coast Guard (40 Jahre alt) und zwei gebrauchten britische Minenjagdbooten (30 Jahre alt). Die paar TOW-Raketen, die noch geliefert worden sind, machen das Kraut am Ende auch nicht fett.

    MYTHOS 5: Die USA und EU haben sich in die inneren Angelegenheiten der Ukraine eingemischt und die Maidan-Proteste mit Hilfe faschistischer Gruppen organisiert und gesteuert.

    REALITÄT: Die Ukraine verhandelte seit 2008 mit der EU um ein Assoziierungsabkommen. 2013 wurde es für die Ukrainer zur großen Hoffnung auf eine Verbesserung der rechtsstaatlichen Bedingungen und somit mehr Demokratie, wirtschaftliches Wachstum und soziale Absicherung. Als Präsident Wiktor Janukowijtsh das Abkommen im November 2013 auf Druck Putins hin dann doch nicht unterzeichnen wollte, gingen die Menschen auf die Straße. Die zunächst friedlichen Demonstrationen entwickelten sich erst durch wiederholte brutale Übergriffe der Sicherheitskräfte in Massenproteste, die sich zunehmend gegen die Regierung Janukowitsh selbst richteten und knapp drei Monate später zu deren Sturz führten. Eine klare Mehrheit der Ukrainer unterstützte die politischen Entwicklungen der letzten Monate, insbesondere die Absetzung Janukowijtshs. Die Frage, ob der Sturz der Janukowitsh-Regierung legal war oder nicht, ist müßig. Denn eine Regierung erhält ihre demokratische Legitimität nicht allein durch Wahlen. Die Regierung Janukowijtsh verlor ihre Legitimität spätestens durch ihr brutales Vorgehen gegen friedliche Demonstranten, ganz abgesehen von ihrem demokratie- und rechtsstaatsfeindlichen Agieren in den Jahren zuvor. Nach dem Umsturz hat das demokratisch gewählte ukrainische Parlament die neue Übergangsregierung mit überwältigender Mehrheit (371 von 417 Stimmen) bestätigt. Dem schloss sich auch die „Partei der Regionen“ des ehemaligen Präsidenten Janukowijtsh an.

    MYTHOS 6: Die russisch-sprachige Bevölkerung in der Ukraine wird von der Regierung in Kiew und „faschistischen“ Gruppen diskriminiert/drangsaliert/unterdrückt.

    REALITÄT: In der Ukraine leben 17,3 % ethnische Russen. Die Bevölkerung der Krim, der „russischsten“ Region der Ukraine, war seit dem Zerfall der Sowjetunion mit der Politik Kiews zwar zunehmend unzufrieden, aber sie schwebte NIE in Lebensgefahr. Im Gegenteil: Nicht wenige arbeiteten sowieso als Zivilangestellte für das russische Militär und bezogen damit auch ihr Gehalt aus Russland. Die russischstämmige Bevölkerung in der Ukraine wurde und wird auch NICHT „drangsaliert“. Ukrainische nationalistische Parteien wie „Swoboda“ oder „Sektor“, denen genau das zur Last gelegt wird, liegen zwischen 1,5 und 3,5 % der Stimmen. Unabhängig von Wohnort oder bevorzugter Sprache möchte die Mehrheit der Ukrainer, auch die russisch-stämmigen, in einem demokratischen Staat leben. FAKT ist auch, dass in der Ukraine auch heute die meisten Publikationen zweisprachig erscheinen, dass das Internet hauptsächlich zweisprachig ist und dass auch im Alltag in östlichen und südlichen Regionen nach wie vor Russisch gesprochen wird. Und wer als ethnischer Russe aus der Ukraine nach Russland auswandern will, wird sowieso von der Ukraine rausgelassen und von Russland aufgenommen, wer als ukrainischer Soldat (z. B. durch Heirat einer Russin) zum russischen Militär wechseln wollte, durfte auch das.

    Daraus ergeben drei Schlussfolgerungen:

    ERSTENS: Die russische Regierung ist bestrebt, die Ukraine blockfrei zu halten – der hybride Krieg im Donbas hindert die Ukraine an flächendeckenden Wahlen und hält sie aus der NATO heraus, denn die NATO nimmt keine Länder im Kriegszustand auf (siehe Artikel 5).

    ZWEITENS: Eine Souveränität wird der Ukraine als ehemalige Sowjetrepublik nicht (mehr) zugestanden, ebensowenig wie anderen ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten. Was heute EU-Mitgliedstaaten sind, nennt die russische Führung „verwaiste Territorien“ (O-Ton Lawrow), als seien es nicht souveräne Staaten, sondern wüste, herrenlose Länder.

    DRITTENS: Es geht Putin nicht darum, die NATO militärisch direkt herauszufordern, sondern sie politisch und militärisch zu spalten. Es ist ihm daran gelegen, alte Grenzen wiederherzustellen bzw. angrenzende Länder in seinem Einflussbereich zu halten – notfalls mit Waffengewalt. Sein Ziel ist also nicht ein Angriff auf Westeuropa, sondern ein „Status quo“ zugunsten Russlands. Und genau diesen könnte er auch militärisch durchsetzen.

    • Jonnyrico Daumen hoch 0 Daumen runter 5

      Mal für all die Leute die meinen sie wissen es besser… 30min für ein Verständnis mit den „bösen Russen“…

      Was JeeperWL hier abgibt ist daher reine NATO Propaganda…
      und die Mythen sind daher zum großen Teil Realität.

      • einanderer Daumen hoch 0 Daumen runter 0

        @Jonnyrico: Vielen Dank für das Video. Dieser Herr Pozner macht mir den Eindruck viel zu wissen und tatsächlich eine neutrale Haltung zu haben.

        Allerdings kann ich nicht sehen, wie die Aussagen von Herr Pozner die Aussagen von JeeperWL in irgendeiner weise widerlegen würden. Von daher kann ich Deine Aussage das sei reine NATO Propaganda überhaupt nicht nachvollziehen.

        Was Herr Pozner sagt, ist das die USA und die Sowjetunion damals einander versprochen haben, dass die Nato nicht nach Osten erweitert wird. Er sagt auch, dass die Russen so naiv waren zu glauben, das gelte dann automatisch auch für Russland, nachdem die Sowjetunion nicht mehr existierte. Zu eventuellen Abmachungen zwischen der Nato und Russland danach hat sich Herr Pozner zumindest in der ersten Stunde des Videos (den Rest habe ich jetzt noch nicht gesehen) nicht geäussert.

        Also bitte erzähle uns doch wie das Video Dich zur Aussage verleitet Zitat: „Was JeeperWL hier abgibt ist daher reine NATO Propaganda… und die Mythen sind daher zum großen Teil Realität.“. Irgendwie glaube ich nicht, dass Du dasselbe Video gesehen hast.

        Noch ein Wort zu Deiner Aussage: „30min für ein Verständnis mit den „bösen Russen““. Indem Du „böse Russen“ in Anführungszeichen setzt, implizierst Du, dass die Russen gar nicht böse seien. Dazu sagt Herr Pozner aber, dass heute und in den letzten Jahrzehnten sowohl die US- wie auch die russischen Medien sehr viel negative Stimmung gegeneinander verbreitet haben. Also sind die Russen durchaus auch böse. Natürlich sind sie nicht die einzigen Bösen in diesem Spiel. Aber sie als etwas anderes darstellen zu wollen, ist nun mal auch falsch.

  • Reviersheriff Daumen hoch 3 Daumen runter 15

    Erstmal vorweggenommen (Zur Beruhigung aller): “Es wird keinen Krieg geben“!

    Hier auch noch vorweggegriffen, dieser Kommentar ist weder lustig, noch sarkastisch gemeint und die USA, NATO sowie die EU, kommen dabei nicht gerade gut weg… NEIN!!!: Es liegt mir auch fern, Russland als Bollwerk der Demokratie darzustellen oder Putin als armes Opfer.

    Aber wenn Geheimdienste (egal welcher Nation) öffentlich in Presseerklärung Informationen Preis geben, darf man davon ausgehen, dass sie erstunken + erlogen sind und das Ziel einer reinen Beeinflussung haben. Geheimdienste arbeiten geheim und geben ihr Wissen nicht weiter.

    In diesem Fall eine billige Rechtfertigung einer Stationierung von 3000 US-Soldaten in Polen, um die Vereinbarung der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) zu umgehen, die dies eigentlich verbieten/untersagen.

    Hier wieder kurz bemerkt, bevor ich mich auf die Geschichtlichen/Politischen Hintergründe der Ukraine einlasse (bei meinem viel zu langen Kommentar) sowie vergleiche zu Jugoslawien und Serbien ziehe…

    Erstmal ein paar knallharte Fakten:
    1. Die USA ist schon lange nicht mehr Weltmacht Nr.1!
    2. China hat diese Position eigenommen und ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch militärisch die Numero Uno.
    3. Russland mag wirtschaftlich nicht zu den Weltmächten gehören, aber zählt weiter als Atommacht zu den 3.Weltmächten, aber ist auch in konventioneller Waffentechnologie vielleicht der USA mittlerweile überlegen.
    Hier aber besonders bemerkt, dass China und Russland sich eher als Bündnispartner betrachten. Auch wenn es nicht die große Liebe ist, aber gegen den großen Feind (USA), ist sie sehr innig.

    Europa (Deutschland) sollte sich also überlegen wenn es ans Bein pisst.

    Tatsache ist und vollkommen egal, ob wir rumheulen, es total gemein finden das Russland die Krim besetzt und sich total fies gegenüber der Ukraine verhält. Putin wird die Krim nicht wieder hergeben!
    Russland/Putin geht es am Arsch vorbei ob die USA, EU oder Deutschland mit Sanktionen drohen. Wir sollten viel eher aufpassen das Russland keine Sanktionen gegen uns verhängt.
    Solange wir nicht den fatalen Fehler begehen die Ukraine in die NATO bzw. EU aufzunehmen, was ja auch gegen die Verfassung der Ukraine verstoßen würde. Welche einen Bündnisbeitritt ausschlisst und Ukraine zu Neutralität verpflichtet. Hat Russland garantiert keine Ambitionen in der Ukraine einzumarschieren.
    Warum auch, Russland hat die Krim (Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte) und kontrolliert damit weiter das Schwarze Meer.

    (langweilige Fortsetzung folgt, aber Reviersheriff braucht jetzt sein Schönheitsschlaf)

    • Mc Daumen hoch 4 Daumen runter 0

      Da ist jetzt ganz schön viel „Meinung“ in Deinem Text. Bezüglich China empfehle ich mal diesen hochinterssante Video zu gucken. https://www.youtube.com/watch?v=V2ijovFbTy0

    • JeeperWL Daumen hoch 16 Daumen runter 5

      „Wir sollten viel eher aufpassen das Russland keine Sanktionen gegen uns verhängt.“

      Glaubst du das eigentlich selber? Russland ist wirtschaftlich ein SCHOTTHAUFEN, abhängig von Rohstoffen (Erdöl und Erdgas). Sinken die Rohstoffpreise, ist EBBE in der Staatskasse. Russland kann einfach NICHT so tolle Produkte wie die EU-Staaten, UK, USA, Japan und Südkorea herstellen (für russische Autos, Computer und Smartphones steht NIEMAND Schlange, die will selbst in Russland niemand haben). Mal abgesehen davon bekämen die Russen ohne amerikanisches und europäisches Know-how keinen Tropfen Öl aus dem Boden.

      „Russland mag wirtschaftlich nicht zu den Weltmächten gehören, aber zählt weiter als Atommacht zu den 3.Weltmächten, aber ist auch in konventioneller Waffentechnologie vielleicht der USA mittlerweile überlegen.“

      Das BEHAUPTET ausschließlich der russische Propaganda-Apparat. Dazu kann auch auch gern mal ein paar Beispiele anbringen:

      ERSTENS: Das ganze Hyperschallwaffengemüse macht zwar aufm Papier und in ein paar YouTube-Clips mächtig was her, ist aber leider sauteuer in Produktion und Wartung. Soll heißen: In großen Mengen kann Russland das Zeug nicht herstellen.

      ZWEITENS: Die russische Marine: Das aktuelle Schiffbauprogramm hinkt 10 Jahre hinterher. Die Bauzeiträume der Schiffe sind katastrophal (6 Jahre für eine Korvette, 8 Jahre für eine Fregatte). Grund sind neben Finanzierungsproblemen vor allem Korruption in der Werftindustrie und Qualitätsmängel. Das einzige, wo sich wirklich was tut, ist im U-Boot-Bau, aber selbst hier sind die Bauzeiten vergleichsweise lang. Bei den vorhanden Schiffen sieh es düster aus: Durchschnittsalter 35 Jahre.

      Gehen wir mal ins Detail.

      – 1 Flugdeckkreuzer („Admiral Kuznetsow“) aktuell nicht einsatzfähig, weil im Dock. 12 Su-33 und 23 MiG-29K/KUB bilden dessen Luftgruppe und damit die EINZIGE bordgestütze Fliegerkomponente der russischen Marine

      – 5 Kreuzer (3 Slawa, 2 Kirow), einer davon liegt aktuell im Dock, ein zweiter muss dringend ins Dock, weil über 30 Jahre alt.

      – 12 Zerstörer (8 Udaloj, 3 Sowremennij, jeweils über 30 Jahre alt). Bei den Sowremennijs und Udalojs kommt man vor lauter Wartungstau mit den Reparaturen kaum nach.

      – 10 Fregatten (3 Gorshkow, 3 Grigorowitsh, 2 Neustrashimij, 2 alte Kriwak). Der Bau der Gorshkow und Grigorowitsh ist aktuell unterbrochen, weil die Dieselmotoren (blöderweise) von MTU kommen und auf der Sanktionsliste stehen. Ist schon peinlich, wenn man die Motoren für die eigenen Schiffe im „bösen“ Westen einkaufen muss.

      Damit sind die ozeangängigen Kampfschiffe vollzählig und die wiederum verteilen sich auf VIER Flotten.

      Schauen wir uns zum Vergleich mal die US Navy an.

      – 11 Träger mit 9 Carrier Air Wings. Ein Träger fährt regulär mit 62 Luftfahrzeugen an Bord und kann notfalls bis zu 85 dauerhaft aufnehmen. Aktuell sind 518 F/A-18E/F (530 geplant) und 118 F-35C (260 geplant) ausgeliefert. Das sind also insgesamt mehr Kampfflugzeuge, als russische Luftstreitkräfte und Marineflieger zusammen im Bestand haben.

      10 Amphibische Angriffsschiffe (8 Wasp, 2 America). Das USMC kann nochmal 108 F/A-18C/D und 37 F-35B/C bereitstellen.

      – 21 Kreuzer (Ticonderoga, Reduzierung auf 9 bis 2025)

      – 69 Zerstörer (Arleigh Burke, geplant sind 80!), alle jünger als 35 Jahre. Geplant sind übrigens 89. Und mit 89 Zerstörern wird die US Navy stärke sein als alle anderen NATO-Flotten kombiniert.

      – 21 LCS (Freedom, Independence)

      Von den Unterschieden bei der U-Boot Flotte fang ich jetzt gar nicht erst an und bei den verfügbaren Versorgungsschiffen sieht es für die russische Marine ganz DÜSTER aus.

      Merkste was?

      DRITTENS: Luftstreitkräfte. Man hat die Überalterung gestoppt und Su-35S sowie Su-30SM/M2 und Su-34 in brauchbaren Stückzahlen beschafft. Das ändert aber nix dran, dass es woanders ganz gewaltig hakt: Von der hochgelobten Su-57, also vom neuen Stealth-Kampfflugzeug, wurden bisher 72 Stück bestellt (zwei Regimenter + Trainingsflugeuge), zu liefern bis 2030 (!). Soll heißen: Bei einer Produktionsrate von 7-8 Stück pro Jahr haben die in FÜNF Jahren das erste Regiment einsatzfähig. Zur Info: Ein russisches Jagdfliegerregiment hat eine Sollstärke von 30 Flugzeugen. Die MiG-35, also die ex-MiG-29M2 wurde immer noch nicht bestellt, weil die russischen Streitkräfte mit dem Vogel unzufrieden sind.

      Kleiner Vergleich dazu: Lockheed-Martin liefert pro Jahr 32 F-35 aus und kann die Produktion auf 50 erhöhen. Und das Ding verkauft sich wie geschnitten Brot. Und Boeing wird bis 2028 144 neue F-15EX an die Air Force ausliefern. Währenddessen hat Sukhoi gleich DREI Großaufträge für Su-35-Exporte (Ägypten, Algerien und Indonesien) verloren, weil die Qualität unter aller Kanone und der Support vom Hersteller eine Katastrophe ist. Ägypten und Indonesien bestellen stattdessen „Rafale“ in Frankreich.

      DRITTENS: Bleiben wir mal am Boden: Vom hochgelobten T-14-Panzer sollten „bis 2020“ 2.000 Stück produziert werden. Dann ist man vor zwei Jahren zum Schluss gekommen: Das Ding ist zu teuer und zu komplex. Und der Hersteller Uralwagonzawod kann eine solche Massenproduktion gar nicht wuppen. Aktuell hat man 20 Vorserienfahrzeuge ausgeliefert und die haben Kinderkrankheiten ohne Ende. Also – Rolle rückwärts – man wurschtelt mit dem T-72B3 und T-90A weiter und fängt jetzt an, massenweise T-80BW auf BWM zu modernisieren, weil deren Gasturbinen in den kälteren Regionen besser klarkommen.

      Also, wo ist hier eine Überlegenheit?

      Richtig ist: Russland kann in regionalen Konflikten (Ukraine und andere ehemaliuge Sowjet-Republiken) etwas reißen, aber auch nur deswegen, weil die militärisch noch mehr „gefickt“ sind.

      „Hier aber besonders bemerkt, dass China und Russland sich eher als Bündnispartner betrachten. Auch wenn es nicht die große Liebe ist, aber gegen den großen Feind (USA), ist sie sehr innig.“

      Bündnisse ändern sich, siehe Hitler-Stalin-Pakt. Putin und Xi sind vielleicht offiziell Freunde, andererseits haben wir hier zwei Autokraten die zwar beide die USA als Feind sehen, gleichzeitig hat der eine jedoch zuviele Rohstoffe und zu wenig Wirtschaft und der andere zu wenig Rohstoffe, aber zu viel Bevölkerung. Das kann auch ganz anders ausgehen, wenn Xi doch mal MEHR Öl und Gas braucht. Das liegt nämlich alles vor seiner Haustür. Da möchte man sich eher fragen, ob Putin bewusst ist, dass ER SELBST die chinesischen Streitkräfte mit russischem Gerät hochgerüstet hat oder ob er das erst realisiert, wenn seinen Generalstablern in Komsomolsk und Wladiwostok die raubkopierten J-11 und J-16 um die Ohren fliegen.

      „Europa (Deutschland) sollte sich also überlegen wenn es ans Bein pisst.“

      Nein. Europa (Deutschland) sollte sich endlich entscheiden, ob es zum liberal-demokratischen Westen gehören will oder ob es sich lieber mit dem widerlichsten Pack seit Hitler, Stalin und Mao ins Bett legen will.

      Wenn ich bei meinen Partnern die Wahl habe zwischen:

      – einer neo-imperialistischen KGB-Ratte, die außer Drohungen NICHTS zu bieten hat

      – chinesischem Raubkopie-Kapitalkommunismus und

      – amerikanischer Softpower, die uns seit 1949 MASSIVEN Wohlstand, Freiheit, Sicherheit und Demokratie gebracht hat …

      … dann wähle ich als gelernter Europäer und deutscher Wohlstandsbürger die USA, einfach weil ich langfristig am meisten davon profitiere. Das Deutschland in dem wir heute leben, ist ein Demokratiegeschenk der USA. Ich bin Jahrgang 1989. Meine Großeltern haben und Eltern haben die DDR mitgemacht. Allein schon das erstickt bei mir daher jeden Antiamerikanismus im Keim. Denn: In letzter Konsequenz hat jeder FREIE Mensch nur die USA als Schutzmacht, und das ist FAKT. Wer das bestreitet, kann sich gern unter die Obhut Russlands, Chinas begeben, sollte dann aber auch mit den Konsequenzen leben.

      „Russland hat die Krim (Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte) und kontrolliert damit weiter das Schwarze Meer.“

      Nochmal zum Mitschreiben: Das Schwarze Meer ist kein russisches Gewässer, drei Anrainer-Staaten sind NATO-Mitglieder. Und der Zugang zum Schwarzen Meer wird vom NATO-Mitglied Türkei kontrolliert. Gemäß dem Vertrag von Montreux dürfen Kriegsschiffe mit mehr als 10.000 Tonnen Verdrängung, U-Boote von Staaten, die nicht zu den Anrainern des Schwarzen Meeres gehören, sowie Flugzeugträger generell die Meerenge nicht passieren. Das heißt: Die Russen verdanken es dem NATO-Mitglied Türkei, dass der militärische Schiffsverkehr im Schwarzen Meer zu ihren Gunsten dermaßen eingeschränkt ist.

      „Hat Russland garantiert keine Ambitionen in der Ukraine einzumarschieren.“

      Doch hat es: Einen schwachen Pufferstaat zur NATO kann Putin aus eigener Sicht gut gebrauchen. Ist die Ukraine erst besetzt, wird wie in allen „zwangsbefreundeten“ ehemaligen Ostblockstaaten die nächste Marionetten-Diktatur hochgezogen und Proteste werden dann wie jüngst in Kasachstan „gelöst“.

      PS: Fangt endlich an, euch zu richtig informieren und glaubt nicht alles, was FACHFREMDE Kolumnenschreiber in die Medien kotzen.

    • Klaus Daumen hoch 4 Daumen runter 0

      Beste Reviersheriff-Zitate ever:

      Erstmal vorweggenommen (Zur Beruhigung aller): “Es wird keinen Krieg geben“!

      Aber wenn Geheimdienste (egal welcher Nation) öffentlich in Presseerklärung Informationen Preis geben, darf man davon ausgehen, dass sie erstunken + erlogen sind und das Ziel einer reinen Beeinflussung haben.

      Hat Russland garantiert keine Ambitionen in der Ukraine einzumarschieren.

      Mir tun die Menschen, die von diesem Krieg betroffen sind einfach nur Leid. Über das Platzpatronen-Bundeswehrvideo kann ich nicht lachen…

  • Baumkillerwolle Daumen hoch 1 Daumen runter 5

    Gut gesprochen Sheriff ;Na dann Ruhige Schicht !
    :-‚ :-‚ :-‚ :-‚ :-‚ :-‚ :-‚ :-‚ :-‚ :-‚ :-‚

  • Soeren Daumen hoch 11 Daumen runter 3

    @JeeperWL

    Besten Dank für die detaillierten Fakten. Man kann sie zwar nicht oft genug wiederholen, aber Du wirst mit ihnen nicht jene „Stammtischstrategen“ erreichen, die sich RT-Today Propaganda als „Nachrichten“ ansehen. Denen wird die Absurdität ihrer Argumentation selbst dann nicht bewusst, wenn man ihnen deutlich macht, dass ein vermeintliches Recht Rußlands auf eine „Einflußsphäre“ in der Ukraine auf der selben Gesinnung beruht, das Deutsche Reich hätte einst ein Recht auf eine „Einflusssphäre“ in Österreich und im Sudetenland gehabt. Hitlers Kriegstreiberei anno 1938 war demnach ebenso legintim, wie das Ringen des armen Wladimir Putin um die Ehre und Integrität Rußlands. Dabei ist Rußland ebenso von der NATO „umzingelt“, wie die Schweiz. Der scheint das aber weniger Sorgen zu machen. Im Gegensatz zur Schweiz scheint Rußland also eher Opfer eines getrübten Selbstbilds zu sein, als eines agressiven „Westens“.

    Der Keim des Konflikts liegt weder im Auftreten der NATO, noch am teils unverschämten Gebaren der Ukraine oder den tatsächlichen Sicherheitsinteressen Rußlands. Der Keim liegt einzig und allein in dem Umstand, dass der Autokrat Wladimir Putin seinem Volk nichts als dieses getrübte Selbstbild anzubieten hat.

  • Reviersheriff Daumen hoch 3 Daumen runter 9

    Unverschämte/r Russen/Putin! ~x( :-w

    Jetzt weigern die sich nicht am Mittwoch in der Ukraine einzumarschieren (wie es die CIA gemeldet hatte), sondern ziehen auch noch Truppen ab und beenden ihre Manöver. [-(

    Aber laut neusten Meldungen der CIA: :-B

    Versucht Deutschland die Verwirrung um den Einmarsch in die Ukraine für sich zu nutzen, um wiederum in Polen einzumarschieren! >:)

    Als Beweis hierfür liefert die CIA Satellitenbilder, von stationierten Bundeswehrsoldaten in Deutschland. So soll z.B. eine ganze Panzerbrigade in Munster stehen, nur einen Katzensprung von der Polnischen-Grenze entfernt. Auch geht die CIA davon aus das der Besuch von Bundeskanzler Scholz in Russland, für Verhandlungen eines Nichtangriffspaktes dienen.
    So ist es vermutlich nur noch eine Frage der Zeit bis Scholz, Baerbock + Lindner im offenen Mercedes Cabriolet, durch das besetzte Paris fahren. :rock: :fan: :-D

    • itsame Daumen hoch 0 Daumen runter 0

      Wo kann man die Meldung der CIA nachlesen?

      • der andere Daumen hoch 2 Daumen runter 0

        diese meldung ist ein produkt der unbegrenzten fantasie von unserem chief ;)

        ….oder doch nicht :-O
        :-D

        • Reviersheriff Daumen hoch 1 Daumen runter 1

          Ihr zweifelt an mir? :-O

          Hier ein Beweisvideo: :-B



        • der andere Daumen hoch 1 Daumen runter 0

          da brechen jetzt wirklich alle zweifler und leugner unter dieser beweislast zusammen ! ^:)^
          wie listig, diese aktion als übung zu tarnen !!!

  • itsame Daumen hoch 15 Daumen runter 0

    Und… wie ist die Meinung der Russlandversteher jetzt?

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